Ravensburg (Baden-Württemberg) – Das Schwäbische Nürnberg
Ravensburg ist die größte Stadt des gleichnamigen Landkreises im südlichen Oberschwaben und liegt im Schussental in unmittelbarer Nähe des Bodensees zwischen Friedrichshafen und dem Linzgau. Heute leben in Ravensburg etwa 49.100 Einwohner.
Ihre erste urkundliche Erwähnung findet die Stadt im Jahre 1088. Der Kern der heutigen Stadt entsteht als Burgsassen-Siedlung unterhalb der mächtigen Stammburg der Welfen. Die ehemalige Reichsstadt (bis 1803) wird aufgrund ihrer zahlreichen erhaltenen mittelalterlichen Türme auch als „das Schwäbische Nürnberg“ bezeichnet.
Die bekanntesten Türme sind der 51 Meter hohe Mehlsack, das Wahrzeichen der Stadt, der Blaserturm, der Sau- oder Spitalturm, der Gemalte Turm und der Grüne Turm und der Schellenbergturm.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Alte Theater in der Marktstraße, auch Brotlaube genannt, das Humpiusviertel, ein Häuserblock nahe dem Obertor, das um 1896/9 erbaute Konzerthaus sowie die barocke ehemalige Prämonstratenserabtei Weißenau.
Nach langer Zeit als Reichsstadt und kurzer Zugehörigkeit im frühen 19. Jahrhundert zu Bayern kam die Stadt 1810 nach einem Gebietstausch im Allgäu – bestätigt durch den Wiener Kongress 1815 – zum Königreich Württemberg. Damit begann im 19. Jahrhundert eine allmähliche wirtschaftliche Erholung. Die industrielle Entwicklung stützte sich vor allem auf die lange Tradition in der Nutzung der Wasserkraft. Bereits 1402 war in Ravensburg eine der ersten Papiermühlen nördlich der Alpen entstanden; auch für andere industrielle Zwecke wurden seit langem Wassermühlen eingesetzt. Darauf aufbauend entwickelte sich nun schnell eine vielfältige Maschinenbau-Branche – ein weiteres Standbein war die Textilherstellung. Mit dem Bau der Bahnstrecke Ulm–Friedrichshafen trug ab 1847 dieses neue Verkehrsmittel erheblich zum Aufschwung bei.
Quelle: www.ravensburg.de, www.wikipedia.de


































