Café Musica Gebäck liegt in einem Papierschälchen.

17.11.2009

Über die Sicherheit unserer Lebensmittel

Aktuelle Berichte bestätigen die hohe Qualität der Lebensmittel aller Warengruppen – insbesondere von Süßwaren und Knabberartikeln

Je nach dem, welche Informationsquelle genutzt wird, ist entweder zu erfahren, dass unsere Lebensmittel heute so sicher sind wie noch nie und dafür auch international hoch geschätzt werden, oder es wird genau der gegenteilige Eindruck erweckt. Letzteres bezieht sich dann oft allein auf von der Industrie erzeugte Lebensmittel und geht vielfach von einer subjektiven Einschätzung aus.

 

Dieser Beitrag widmet sich der objektiven Beantwortung der Frage, wie es nun wirklich um die Sicherheit unserer Lebensmittel bestellt ist. Als Basis dient die gesetzliche Definition des Begriffs „sicheres Lebensmittel“, und es werden offizielle Datenquellen, die alle dem Verbraucher zur Verfügung stehende Warengruppen einbeziehen, ausgewertet. Die zwei wichtigsten Datenquellen sind auf nationaler Ebene der jährliche Bericht der Lebensmittelüberwachung und auf europäischer Ebene das Rapid Alert System for Food and Feed (RASFF). Die Auswertung der aktuellen Datenquellen zeigt, dass Lebensmittel aller Warengruppen in Deutschland als sicher zu bewerten sind. Auch Süßwaren und Knabberartikel zählen zu den sicheren Lebensmitteln.

 

Da beim Thema Lebensmittelsicherheit auch von der Industrie erzeugten Lebensmitteln große Bedeutung zukommt, ist es interessant, die Qualitätssicherung in der Lebensmittelwirtschaft näher zu betrachten, die aufgrund der Veränderungen in den Betrieben und Herstellungsprozessen vom früheren Ansatz der Mängelkorrektur durch Qualitätskontrolle überging in ein heute voraus planendes und Fehler vermeidendes Qualitätsmanagement. Hierfür wurden schon früh entsprechende Systeme gemäß internationaler Normen eingeführt, die später durch Standards mit über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus gehenden Anforderungen ergänzt wurden.

 

Besondere Herausforderungen sowohl für die Industrie als auch für Behörden erwachsen durch Fortschritte bei der Analytik. So können sinkende Nachweisgrenzen leicht zu der Annahme verführen, dass immer mehr Produkte belastet sind, obwohl im Gegenteil ihr Gehalt an einem Stoff kontinuierlich sinkt. Ferner werden neue Stoffe entdeckt, die – wie z. B. Acrylamid – schon in Lebensmitteln enthalten sind, seit der Mensch mit deren Zubereitung begann. Für viele dieser neu entdeckten Stoffe gibt es zum Zeitpunkt des ersten Nachweises weder wissenschaftliche Erkenntnisse über Stoffwechselwege noch über mögliche Wirkungen auf den Menschen, in der Berichterstattung vieler Medien werden sie aber bereits mit möglichen Risiken in Verbindung gebracht. So werden bei vielen Verbrauchern schon Zweifel an der Sicherheit der Lebensmittel geweckt und Ängste geschürt, die noch durch keine objektive Beurteilung gerechtfertigt sind.

 

Weitere Informationen unter:
www.lci-koeln.de

 

Quelle: Wissenschaftlicher Pressedienst "Moderne Ernährung heute" (Jahr 2009) von Dr. Sebastian Kastrup, Experte für Qualitätsmanagement und Lebensmittelsicherheit, Hannover

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