Heinz Gries ist verstorben

Heinz Gries ist am Heiligabend nach langer, schwerer Krankheit friedlich im Kreise seiner Familie verstorben. Der vielfach ausgezeichnete Unternehmer führte über Jahrzehnte das Familienunternehmen Griesson - de Beukelaer zu einem in Europa marktführenden Unternehmen. 1966 hatte er den elterlichen Betrieb übernommen und mit seinem unternehmerischen Mut und Weitsicht, einem untrüglichen Gespür für Qualität und einer unendlichen Liebe zum Detail die Erfolgsgeschichte von Griesson - de Beukelaer bestimmt. Seine Familie, seine Mitarbeiter und seine Freunde bilden bis heute ein solides Fundament für sein Wirken. 

Heinz Gries war seit 2004 Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 2009 ehrte ihn die Branche mit dem Goldenen Zuckerhut, der bedeutendsten Auszeichnung in der deutschen Lebensmittelwirtschaft, für sein Lebenswerk. 2011 wurde er als Familienunternehmer des Jahres ausgezeichnet, er war Träger der Wirtschaftsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz und Ehrenbürger der Stadt Polch. 

„Heinz Gries war eine prägende Unternehmerpersönlichkeit in unserem Familienunternehmen. Wir verlieren mit ihm einen der herausragenden Unternehmer der deutschen Nachkriegsgeschichte“, sagt Andreas Land, Gesellschafter von Griesson - de Beukelaer. 

Prägender Gestalter im europäischen Süß- und Salzgebäckmarkt
Heinz Gries war einer der prägenden Gestalter im nationalen wie internationalen Gebäckmarkt und entwickelte aus einem überschaubaren Familienbetrieb eines der führenden Unternehmen im europäischen Markt für Süß- und Salzgebäck. Der gelernte Bankkaufmann trat 1955 in das elterliche Unternehmen ein und übernahm nach dem Tod des Vaters Hans Gries 1966, in dritter Generation, die Geschäftsführung des Traditionsunternehmens Griesson, das damals vor allem saisonaler Produzent von Lebkuchenprodukten war.

Heinz Gries erkannte frühzeitig die Zeichen des Marktes und die Chance der kostengünstigen Industrieproduktion, verbunden mit hohen Qualitäts- und Technologiestandards. Er führte mit dem Griesson Soft Cake einen Klassiker im deutschen Markt für Süßgebäck ein und setzte auf perfekte Automation, beste Rezepte und optimale Qualitätsproduktion.      

Bereits 1969 eröffnete er eine neue Produktionsstätte in Polch. Ein weiterer wesentlicher Schritt der Expansion war die Errichtung eines neuen Produktionswerkes in Kahla/Thüringen im Jahre 1991, das bis heute zu den modernsten Gebäckfabriken Europas zählt.  
Im Jahr 1999 gab Griesson die Fusion mit der Danone-Tochter General Biscuits Deutschland und Österreich bekannt. Seit 1. März 1999 firmiert die Unternehmung unter dem Namen Griesson - de Beukelaer GmbH & Co. KG (GdB) mit Hauptsitz in Polch. Zum bekannten Markendach gehören heute vor allem die Marken Griesson, DeBeukelaer, Prinzen Rolle, LEICHT&CROSS und Wurzener. 

Im Februar 2008 übernahm GdB das sächsische Traditionsunternehmen Wurzener Dauerbackwaren GmbH.

Heinz Gries schied zum Jahreswechsel 2008/2009 als Geschäftsführer nach 41 Jahren aus dem operativen Geschäft aus. Einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte setzte Heinz Gries im Jahr 2014, als er seine Mehrheitsbeteiligung an GdB an die von ihm gegründete Gottlieb Anton – Stiftung übertrug. Damit stellte er bereits zu seinen Lebzeiten die Nachfolge für die Unternehmensbeteiligung sicher und sorgte, auch in der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern, langfristig für Stabilität und Verlässlichkeit. Mit der Familienstiftung wurde die enge Verbindung zwischen Unternehmen und Familie über die Generationenfolge hinweg noch einmal gestärkt und die Selbstständigkeit von Griesson - de Beukelaer gesichert.

Neben den beruflichen Stationen und Erfolgen engagierte sich Heinz Gries auch in berufsständischen Bereichen und Interessenverbänden: unter anderem als Mitglied im Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (seit 1955), Mitglied des Präsidiums des Bundesverbandes (1998-1999), im Vorstand der Landesgruppe Rheinland – Pfalz – Hessen – Saarland (1994-2000) und als Vorsitzender im Landesverband (1998-1999). Neben diesen Verpflichtungen unterstützte der Unternehmer mit der nach ihm benannten gemeinnützigen Heinz Gries-Stiftung zahleiche regionale Sozial-, Kultur- und Sportprojekte.

Heinz Gries ist einer der Vorzeigeunternehmer von Rheinland-Pfalz und erhielt 2004 das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Der Bundesverband des Süßwaren Groß- und Außenhandels (München) ehrte ihn 2000 mit der Auszeichnung der Goldenen Uhr. Im Jahr 2006 erhielt er zur Würdigung seiner unternehmerischen und sozialen Vorbildfunktion als beispielhafter Vertreter des deutschen Mittelstandes den renommierten Wirtschaftspreis der CDU-Mittelstandsvereinigung (M.I.T.) Rheinland-Pfalz. 2009 wurde Heinz Gries mit dem Goldenen Zuckerhut, der bedeutendsten Auszeichnung in der deutschen Lebensmittel- und Ernährungswirtschaft, für sein Lebenswerk geehrt. Das Magazin impulse und die Akademie INTES zeichneten Heinz Gries im Jahr 2011 als Familienunternehmer des Jahres aus. Seit 2015 war er Träger der Wirtschaftsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz.

Heinz Gries war Ehrenbürger der Stadt Polch und 2010 wurde ihm eine weitere besondere Ehre zuteil: Die Nettestraße in Polch wurde in Heinz-Gries-Straße umbenannt. 
 

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