Was ist Palm(kern)öl?
Palmöl und Palmkernfett werden aus den Früchten der Ölpalme gewonnen, die überwiegend in Malaysia und Indonesien angebaut wird. Palmöl wird aus dem Fruchtfleisch und Palmkernöl aus dem Samen gewonnen. Verwendung findet Palm(kern)öl in Lebensmitteln aber auch in der kosmetischen und chemischen Industrie (z.B. Tenside) als auch für die Energiegewinnung (Biosprit, Blockheizkraftwerke).

 

Warum setzen wir Palmöl in Backwaren ein?
Palmöl besitzt für die Verwendung in Backwaren herausragende technologische Eigenschaften, die durch fast kein anderes Fett erreicht werden. Palmöl harmonisiert sehr gut mit Kakaobutter, wodurch bei schokolierten Produkten die Fettreifbildung (weißer Belag auf gelagerter Schokolade) stark verzögert wird. Durch sein optimales Schmelzverhalten eignet es sich zudem hervorragend zur Herstellung von Cremefüllungen. Palmöl wird jedoch nicht nur in Lebensmitteln eingesetzt, sondern auch zur Herstellung von Kosmetika, Tensiden oder auch zur Energiegewinnung.

Warum ist Palmöl in der Kritik?
Der Konsum von Palmöl hat sich durch die weltweite ansteigende Nachfrage in den letzten Jahren stark erhöht. Dies führt dazu, dass neue Palmölplantagen angelegt werden, wodurch es zumeist zur Abholzung von Regenwald und Trockenlegung von Torfmoorböden kommt. Es werden oft Menschenrechte verletzt und der Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten zerstört. Daher ist es wichtig, auf nachhaltig angebautes Palmöl zurückzugreifen.

 

Nachhaltige Zertifizierung - was ist der RSPO?
Der RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) ist eine gemeinnützige Vereinigung verschiedenster Organisationen vom Produzenten, Handel bis hin zu Umwelt- und Naturschutzorganisationen. Seit der Gründung im Jahr 2004 setzt sich der RSPO für die Förderung des nachhaltigen Anbaus von Palm(kern)öl und dessen Verwendung ein. Der RSPO hat einen Mindeststandard erarbeitet, nach dem sich die Plantagen zertifizieren lassen können. Dieser umfasst z.B. folgende Prinzipien:

  • Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, unter anderem Eigentums- und Landnutzungsrechte
  • verantwortungsvolle Entwicklung neuer Anbaugebiete (Verbot der Rodung von Primärwald)
  • Maßnahmen zum Umweltschutz und Schutz der Artenvielfalt
  • Anwendung von Best Practice von Farmern und Verarbeitern
  • Faire Arbeitsbedingungen und angemessene Bezahlung
  • Kontrolle der Plantagen durch unabhängige, autorisierte Prüfer.


Der RSPO unterscheidet 4 Modelle je nach Art des Transportes und der Verarbeitung


Welche RSPO-Liefermodelle gibt es?

RSPO credits (Book&Claim): Durch den Kauf von handelbaren Zertifikaten, die einer entsprechenden Menge von zertifiziertem Palmfett entsprechen, wird der nachhaltige Anbau finanziell gefördert. Durch den Kauf von Kleinbauernzertifikaten können auch Bauern unterstützt werden, die keinen großen Plantagen zugehörig sind. Griesson - de Beukelaer kauft Kleinbauernzertifikate für Palm(kern)ölmengen, die noch nicht in den physischen Lieferkettenmodellen Mass Balance oder Segregation verfügbar sind (z.B. verschiedene Zusatzstoffe oder Aromen).


Mass Balance: Bei dem Konzept der Mengenbilanzierung wird das Palm(kern)fett nachhaltig angebaut, aber im Zuge der Lieferkette mit konventioneller Ware vermischt, um den weiteren Transport und die Verarbeitung kosteneffizient zu gestalten. Das nachhaltig angebaute Palm(kern)fett ist damit nur anteilig im Endprodukt enthalten.

Segregation: Bei dem Segregation-Konzept wird das nachhaltig angebaute Palm(kern)fett auf allen Stufen der Lieferkette von der konventionellen Ware getrennt und ist somit auch physisch im Produkt enthalten. 

 

Identity Preserved: Das nachhaltig angebaute Palm(kern)fett stammt von nur einer Plantage bzw. Mühle und wird über die gesamte Lieferkette von der konventionellen Ware physisch getrennt.

 

Welche Ziele verfolgt Griesson-de Beukelaer beim Einsatz von nachhaltigem Palmöl?
Mit der Mitgliedschaft beim RSPO in 2010 hat Griesson - de Beukelaer begonnen, seine Produkte sukzessive auf nachhaltig angebautes Palm(kern)öl umzustellen. Seit Ende 2015 verwenden wir zu fast 100% RSPO-zertifiziertes Palm(kern)öl in unserer Produktion, sofern möglich aus nachhaltigem, segregiertem Anbau. Kleinstmengen (<0,5%) in z.B. Aromen oder Zusatzstoffen werden über den Kauf von Kleinbauernzertifikaten abgedeckt. In 2016 entsprachen bereits 67% aller Palm(kern)bestandeile dem Segregation-Modell. Unser Ziel ist es, diesen Anteil kontinuierlich zu erhöhen. Als Mitglied des FONAP engagieren wir uns zudem für die Einführung von Zusatzkriterien in der Lieferkette, die über die Anforderungen des RSPO hinausgehen. Dabei handelt es sich z.B. um den Verzicht des Anbaus auf Torfböden, das Verbot von gefährlichen Pestiziden oder die Reduzierung von Treibhausgasen.


Auf den Verpackungen wird mittels des RSPO-Warenzeichen (s. unten) angegeben, welches Liefermodell Verwendung findet.

 

Welche Lieferkettenmodelle verwendet Griesson - de Beukelaer?
Griesson - de Beukelaer wird zukünftig das verwendete Lieferkettenmodell auf den Produkten mit Palm(kern)fett ausloben. Zum Einsatz kommen dass Mass Balance- und das Segregation-Konzept.

 

 

 

 

RSPO-Warenzeichen GEMISCHT/MIXED
Produkte mit dem RSPO-Warenzeichen „GEMISCHT / MIXED“ enthalten mehr als 95% Palm(kern)fett nach dem Mass Balance-Konzept.

 

 

 

 

RSPO-Warenzeichen ZERTIFIZIERT/CERTIFIED
Warenzeichen „ZERTIFIZIERT/CERTIFIED“ enthalten mehr als 95% Palm(kern)fett nach dem Segregation-Konzept.

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